Eine
männliche Sterilisation nennt man Vasektomie.
Die
Operation wird normalerweise in der Arztpraxis durchgeführt und dauert
nicht länger als 20 Minuten. Der Arzt bringt zwei kleine Einschnitte
am Hodensack an um Zugang zu den Samengängen
zu erhalten, welche das Sperma von den Hoden
zum Penis befördern. Die Samengänge werden
abgetrennt und versiegelt. Bei einer neuen Methode der Vasektomie benötigt
man kein Skalpell mehr; anstatt des Einschnittes wird eine kleine Einstichstelle
angebracht.
Nach einer
Vasektomie hat der Mann/Junge einen gewöhnlichen Samenerguss,
worin sich jedoch keine Spermazellen
mehr befinden. Die Spermazellen bleiben in den Hoden und werden vom
Blut absorbiert.
Es
kann einige Monate dauern, bevor alle Spermazellen aus dem Samen verschwunden
sind. Deshalb muss man in den ersten Monaten zusätzliche Verhütungsmittel
gebrauchen.
Der
Samenerguss von Männern mit einer Vasektomie, sieht genauso aus wie
der von anderen Männern, weil die Spermazellen nur 1-3 % des Samenergusses
ausmachen. Der grösste Teil davon besteht aus Flüssigkeit aus der Prostata,
dünn und milchig weiß, und den Samenbläschen, gelb und etwas klumprig.
Man kann nur durch ein Mikroskop wahrnehmen, dass sich kein Sperma im
Samenerguss befindet.