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Eine transsexuelle Person ist ein Mann, der die körperlichen Merkmale hat, die sonst Frauen zugeschrieben werden (ein Transmann). Oder eine Frau, die die körperlichen Merkmale hat, die sonst Männern zu geschrieben werden (eine Transfrau).
Viele Transsexuelle merken schon in der frühen Kindheit, dass das zugewiesene Geschlecht nicht stimmt. Obwohl es von außen betrachtet keinen Hinweis dafür gibt, sind sie sich sicher, dass sie in Wirklichkeit nicht dem festgestellten, sondern dem anderen Geschlecht angehören.
Für viele ist die Pubertät eine schwierige Phase, wenn das Geschlecht plötzlich eine größere Rolle im Leben spielt und der Körper die sekundären Geschlechtsmerkmale entwickelt, also z.B. die Brust bei einem Transmann oder der Bart und der Stimmbruch bei einer Transfrau.
Woher Transsexualität kommt, ist nicht bekannt. Man schätzt, dass es ungefähr 1 oder 2 Personen von 100.000 betrifft.
Transsexuelle Menschen sind nicht häufiger psychisch krank als andere. Allerdings leiden sie häufig unter ihren körperlichen Geschlechtsmerkmalen. Und sie leiden darunter, nicht als das anerkannt zu werden, was sie sind. Wenn sie anfangen, öffentlich so aufzutreten, wie sie sich fühlen, müssen sie mit Unverständnis, Unkenntnis und mit offener Ablehnung rechnen. Oft sind die Menschen im Umfeld aber auch verständnisvoll und der Rollenwechsel, mit dem man endlich so auftritt, wie man ist, ist viel leichter als gedacht.
Transsexualität hat in erster Linie mit der eigenen Identität zu tun und betrifft nicht so sehr den Sex. Natürlich hat es auch Auswirkungen auf das Liebes- und Sexualleben.

Du bist selbst (vielleicht) transsexuell und weißt nicht weiter?
Was geschieht, wenn man sich zu einer Geschlechtsumwandlung entscheidet?

© Hilde van der Ploeg. Alle Rechte vorbehalten. Siehe Ausschlussklausel für Haftung.