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Es gibt viele Diskussionen darüber, ob Sucht nach Sex nun wirklich existiert. Wie immer man es auch nennen will, eines ist deutlich: Es gibt Personen, deren sexuelles Verhalten zwanghaft ist. Sie sind zwanghaft mit Sex beschäftigt und fühlen sich machtlos, weil sie ihren Drang nicht unter Kontrolle haben. Dieses Verhalten, wobei Personen mehr Zeit an Sex aufwenden, als ihnen eigentlich lieb ist, hat sehr negative Folgen: zerstörte Beziehungen, Verlassen der Schule, Arbeitslosigkeit, Festnahme, finanzielle Probleme, Gesundheitsprobleme aufgrund sexuell übertragbarer Krankheiten, wenig Selbstwertgefühl und Scham.
Wie bei viele Arten der Sucht kann es ein Fluchtweg aus der Einsamkeit sein und Stress wegnehmen. Die Person will lästige Gefühle los werden indem sie Sex hat, aber jedesmal erfährt er/sie eine Enttäuschung, da keine wirkliche Befriedigung eintritt. Der Sexsüchtige versucht mittels sexueller Begegnungen oder anderer sexueller Aktivitäten etwas im Sex zu finden, was der Sex ihm/ihr nicht bieten kann. Es tritt ein Gefühl der Entfremdung auf.
Bei Sexsucht geht es nicht darum, wie oft man Sex hat bzw. masturbiert oder onaniert (wie viele Jungs und Mädchen in ihren Jugendjahren denken). Das eigentliche Problem ist der Zwang, den man fühlt.
Denke darüber nach, Hilfe zu suchen, wenn du dein Sexleben nicht unter Kontrolle hast und du dich darin gejagt fühlst, nicht imstande, dich frei zu fühlen um deine eigene Wahl zu treffen sondern eher in Verzweiflung gerätst. Es ist sehr schwierig, eine Sucht alleine in den Griff zu bekommen.

© Hilde van der Ploeg. Alle Rechte vorbehalten. Siehe Ausschlussklausel für Haftung.