Vorhautverengung
ist ein ungenauer Ausdruck. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezieht es
sich auf jeden Zustand, indem sich die Vorhaut
nicht mehr zurückziehen kann. Man sollte jedoch einen Unterschied zwischen
einer ´echten´ Phimose und einer ´normalen´ Vorhautverengung
anbringen.
Bei
einer Phimose liegt ein dünner Ring, bestehend aus Bindegewebe an der
Vorderseite der Vorhaut eingeschlossen.
Dieser
(oft weißliche) Ring engt die Öffnung ein, was es unmöglich macht, die
Vorhaut
zurückzuziehen.
Die Spitze der Vorhaut hat ihre natürliche Geschmeidigkeit verloren
und ist vernarbt.
Du kannst
das Problem behandeln, indem Du Cobetasol Creme aufträgst (Dermatovate
Creme 0,05 %). Dein Hausarzt kann Dir ein Rezept dafür ausschreiben.
Die Creme kannst du einen Monat lang (2 x täglich) auf den verengten
Teil deiner Vorhaut auftragen. Hierdurch kann die Vorhaut etwas dünner
und geschmeidiger werden. Nach 2 Wochen beginnst du damit, die Vorhaut
zurückzuschieben. Wenn diese Methode nicht funktioniert, kannst
Du dich entscheien, eine Beschneidung oder sparsame Beschneidung durchführen
zu lassen. Dabei bietet sich die Möglichkeit einer Erweiterungsplastik.
Hier wird durch eine spezielle Schnittführung und Nahttechnik die
Vorhautöffnung erweitert, die Vorhaut selbst bleibt dabei aber
fast völlig erhalten.
Bei einer engen
Vorhaut und Phimose kann der Arzt eine Beschneidung empfehlen. Dies
ist jedoch nicht die einzige Lösung. Ausdehnen,
Auftragen einer Dermovate Creme oder eine sparsame Beschneidung sind
mögliche Alternativen.