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Inzestopfer halten den sexuellen Missbrauch oft geheim. Es gibt dafür viele Gründe. Einige Beispiele:
Die meisten Opfer fühlen sich schuldig und schämen sich. Sie schweigen so lange bis sie entdecken, dass sie nichts falsch gemacht haben und ihre Gefühle keinen Sinn ergeben.
Der Täter wendet oft Gewalt an, Drohungen oder raffinierte Wege um sein Opfer schweigen zu lassen.
Viele Opfer befürchten, dass man ihnen nicht glaubt, wenn sie enthüllen, was ihnen angetan wird.
Einige Täter schenken ihren Opfern besondere Aufmerksamkeit und Liebe. Diese Vorzugsbehandlung macht das Gefühl des Opfers noch komplizierter. Einerseits will die Person, dass der sexuelle Missbrauch aufhört und er/sie Hilfe bekommt, andererseits befürchtet das Opfer diese besondere Behandlung vermissen zu müssen.
Oft fürchtet sich das Opfer vor den Folgen, die eine Enthüllung auf andere Personen haben wird. Was geschieht mit dem Missetäter? Inwieweit wird sich die familiäre Situation ändern? Welche Folgen kann es für die Geschwister haben? Wird der Täter sich irgendwie rächen? Das Opfer opfert sein/ihr eigenes Glück für die Stabilität der Familie auf.

© Hilde van der Ploeg. Alle Rechte vorbehalten. Siehe Ausschlussklausel für Haftung.