Inzestopfer
halten den sexuellen Missbrauch
oft geheim. Es gibt dafür viele Gründe. Einige Beispiele:
Die
meisten Opfer fühlen sich schuldig und schämen sich. Sie schweigen so
lange bis sie entdecken, dass sie nichts falsch gemacht haben und ihre
Gefühle keinen Sinn ergeben.
Der
Täter wendet oft Gewalt an, Drohungen oder raffinierte Wege um sein
Opfer schweigen zu lassen.
Viele
Opfer befürchten, dass man ihnen nicht glaubt, wenn sie enthüllen, was
ihnen angetan wird.
Einige
Täter schenken ihren Opfern besondere Aufmerksamkeit und Liebe. Diese
Vorzugsbehandlung macht das Gefühl des Opfers noch komplizierter. Einerseits
will die Person, dass der sexuelle Missbrauch aufhört und er/sie Hilfe
bekommt, andererseits befürchtet das Opfer diese besondere Behandlung
vermissen zu müssen.
Oft
fürchtet sich das Opfer vor den Folgen, die eine Enthüllung auf andere
Personen haben wird. Was geschieht mit dem Missetäter? Inwieweit wird
sich die familiäre Situation ändern? Welche Folgen kann es für die Geschwister
haben? Wird der Täter sich irgendwie rächen? Das Opfer opfert sein/ihr
eigenes Glück für die Stabilität der Familie auf.